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28. September 2023
15 Minuten

Soziale Kompetenzen im Zeitalter von KI

Durch den Einsatz von KI und Data Intelligence eröffnen sich für Unternehmen vielzählige Chancen, ihr Business am Markt erfolgreich zu halten und weiterzuentwickeln. Nicht zuletzt können Arbeitskräfte dadurch entlastet werden. Welche Herausforderungen es dabei zu meistern gilt, beleuchten Personalentwicklerin Dr. Astrid Selke, KI-Experte Dr. Gerhard Heinzerling und ChatGPT.

Gerhard, du bist als KI-Experte bei uns im Einsatz. Daher die Frage, in welchen Bereichen Unternehmen bereits KI einsetzen, welche Unternehmen besonders weit sind und welche Entwicklung du erwartest?

Wie schön, dass wir uns mit diesem doch recht trickreichen Thema befassen. Die KI hat viele Einsatzbereiche und häufig merken wir gar nicht, dass wir schon KI benutzen. Nehmen wir unser Handy als Beispiel. Dort ist bereits viel KI involviert – in der Verarbeitung von Bildern etwa. KI ist im Einsatz, wenn das Handy verrauschte Bilder klarer macht, Elemente aus Bildern herausnimmt oder einfach Gesichter von Menschen erkennt. Das allerdings hängt eng mit dem Datenschutz zusammen. Technisch gesehen ist das aber überhaupt kein Problem, das sehen wir in Staaten wie China. Dort gibt es erste Versuche, Menschen nicht nur an ihren Gesichtern, sondern an ihrem ganzen Erscheinungsbild zu erkennen.

Oder denke an eine Suche im Internet. Das ist für uns eine völlige Selbstverständlichkeit geworden. Ohne KI ginge das aber nicht. Um Deine Frage zu beantworten, können wir aber von dem privaten Gebrauch auf dem Handy unseren Blick auf die Unternehmen lenken. Dort hat die KI natürlich auch Einzug gehalten. YouTube-Videos können automatisch zusammengefasst werden, Qualitätskontrollen von Produkten werden von Kameras mit KI-Bilderkennung durchgeführt und ChatGPT nimmt gerade einen großen Anlauf für viele neue Anwendungen, bei denen Texte, demnächst aber auch Bilder und Videos automatisch analysiert werden.

Was erwarte ich von der KI? Ich denke, dass sie in sehr vielen Themen ihren Einsatz finden wird. Wir werden erleben, dass Musik, 3D-Drucker, Wettervorhersagen, Empfehlungen für medizinische Prognosen, Robotersteuerung und vieles mehr beeinflussen wird. Die Technologie ist da und entwickelt sich rasant weiter. Sie wird von den großen Playern, wie Microsoft, Google und Nvidia getrieben. Gleichzeitig wächst gerade eine neue Generation heran, die Data Science studiert und mit frischen, neuen Skills auf den Markt drängt. Die Innovationen werden vielseitig und spannend sein.

Was noch nicht geht, ist die Lottozahlen vorherzusagen (schmunzelt).

Welche Chancen eröffnen sich für die Unternehmen, die KI einsetzen, und welche Risiken siehst du?

Gerhard: Die neuen Chancen sind riesig. Firmen, die jetzt auf KI setzen, werden in einigen Jahren ernten. Es fängt bei den keinen Helferlein an, die zum Beispiel unsere Stundenbuchungen unterstützen oder Gesprächsprotokolle automatisch erstellen, geht dann über Themen, wie das automatische Code-Generieren, das vielleicht in ein oder zwei Jahren, den einen oder anderen Programmierer ersetzen wird, bis hin zu großen Themen, wie dem automatischen Fahren und einem durch KI gesteuerten Verkehrssystem.

Das automatische Fahren wird häufig auch als Beispiel für die Gefahren oder Risiken der KI herangezogen (vgl. Artikel im The Guardian). Da muss man natürlich wachsam sein und bleiben. Das Gute an solchen technischen Problemen ist jedoch, dass man sie beheben kann. Ein für alle Mal. Vielleicht kostet das ein wenig Geld, aber die Probleme lassen sich klar identifizieren und beheben. Anders ist das mit achtzehnjährigen Fahrern, die betrunken von der Disco nach Hause fahren. Das Problem des Fahrens mit Promille ist nicht nur viel größer, sondern lässt sich auch nicht so einfach aus der Welt schaffen.

Aber nehmen wir ein anderes Beispiel. Aktuell geht immer wieder durch die Medien, dass die Kriege der Zukunft mit Drohnen ausgefochten werden und dass in den Drohnen KI steckt. Das ist richtig und das ist fürchterlich. Das Problem wird besonders pointiert, wenn Drohnen selbstständig die Entscheidung treffen sollen, ob ein Ziel beschossen werden soll oder nicht.

Aber hierzu kann ich nur sagen. Weder eine Drohne, noch die KI in einer Drohne programmieren sich von selbst. Es sind wir Menschen, die das machen. Ich ziehe mal einen Vergleich heran, der natürlich, wie alle Vergleiche, ein wenig hinkt. Die KI ist wie ein Hammer. Man kann damit einen Nagel in die Wand schlagen oder seinen Nachbarn erschlagen. Da frage ich mich: “Was kann der Hammer dafür? Sollen wir alle Hämmer abschaffen?” Oder wir vergleichen die KI mit einem Telefon. Über ein Telefon kann ich liebevoll mit meiner Frau sprechen oder einen anderen Menschen anschreien oder bedrohen. Und wieder frage ich mich: “Sollen wir deshalb alle Telefone verbieten?” Es sind wir Menschen, die über technische Risiken, deren Verminderung oder Vergrößerung entscheiden.

Das ist natürlich richtig, schlussendlich sind wir Menschen in der Verantwortung. Verantwortung ist auch das Thema von Astrid, die als Personalentwicklerin stets den Menschen im Blick hat insbesondere bei Arineo.

Astrid, der Einsatz von KI schürt bei vielen nicht selten Ängste – gibt es bei Arineo Vorbehalte unter den Kolleg:innen in Bezug auf den Einsatz von KI oder ChatGPT?

In der Gesellschaft ist KI bestimmt noch nicht großflächig angekommen. Häufig wird in den Medien auch über Einsparungen von Personal in Verbindung mit KI diskutiert. Dies konnte man zuletzt beispielsweise in der Medienbranche beobachten. KIs übernehmen den Kreativprozess und erzeugen mit wenigen Stichworten eigenständig Bilder, die sonst manuell und mit hohem Aufwand von Grafikern erstellt worden sind. Ich glaube schon, dass diese Entwicklungen auch Ängste in der Bevölkerung hervorrufen können.

Auf der anderen Seite bietet KI auch viele Chancen. Wir nutzen heute schon aktiv KI, um repetitive Arbeiten unserer Consultants zu minimieren. Hierzu haben wir z.B. eine KI zur Unterstützung der Freigabe von Stundenbuchungen entwickelt. Diese entlastet unsere Projektleiter:innen erheblich und sie haben mehr Freiräume, um sich um die Menschen in den Kundenprojekten zu kümmern.

Auch nutzen wir KI, um Anomalien in Daten zu entdecken. Das war früher ein sehr aufwändiger, manueller Job. Heute wird dies bei uns durch KI-Anwendungen erledigt und Projektmitarbeitende konzentrieren sich eher auch ihre wirkliche Beratung mit Menschen und ihren Unternehmensprozessen.

Wir sind als IT-Unternehmen natürlich sehr offen, was neue Technologien angeht. Besonders glauben wir auch an den Erfolg und den Nutzen von KI. Insofern können wir auch keine größeren Vorbehalte gegenüber diesen Techniken unter unseren Kolleg:innen feststellen. Allerdings halten wir auch immer unser Augenmerk auf den Menschen. Technologien sollten Menschen unterstützen und ihnen Mehrwerte bieten. Sie sollten weniger dazu dienen, Menschen zu ersetzen.

Welche Angebote werden bei Arineo geschaffen, um ein Arbeitsumfeld zu erzeugen, in dem die Nutzung von KI willkommen ist?

Astrid: Wir haben sehr früh begonnen, uns mit KI zu beschäftigen. Bereits vor drei Jahren haben wir, gefördert durch die BSFZ, eine Forschungsgruppe bei Arineo etabliert, die sich aktiv mit Fragen des Data Minings und der Bilderkennung beschäftigt. In dieser Runde werden spannende Dinge ausprobiert, um herauszufinden, wo KI-Ansätze gute Mehrwerte für Menschen bieten.

Im Unternehmen selbst haben wir ein offenes Angebot geschaffen, wo Mitarbeitende sich über die Entwicklungen im KI-Umfeld informieren können. Dies wird von unserem Forschungsteam moderiert und die neuesten Erkenntnisse gezeigt. Auch ChatGPT ist natürlich nicht an uns vorbeigegangen. Hier haben wir sehr schnell reagiert und unseren Mitarbeitenden notwendige Plattformen und Firmen-Accounts bereitgestellt, um ChatGPT im Alltag zu nutzen. Wir gehen also aktiv mit dem Thema KI um und bieten allen Mitarbeitenden die Chance, sich in die Themen zu entwickeln und informiert zu halten.

Wie wird sich die Arbeitswelt deiner Sicht nach generell wandeln? Welche (Soft) Skills siehst du in Zukunft besonders weit vorn und wie begegnet Arineo diesen Herausforderungen? 

Astrid: Interessanterweise habe ich dazu im Juli 2023 auf LinkedIn einen Beitrag zu einer Untersuchung von Prof. Dr. Carsten C. Schermuly gesehen.  Demnach sind die Top 4 Kompetenzen für erfolgreiches Arbeiten im New-Work Umfeld: Selbstreflexion, Veränderungsfähigkeit, Lernbereitschaft und Eigenverantwortung. Diese Fähigkeiten sehen auch wir in der Personalentwicklung als entscheidend in Hinblick auf zu erwartende Veränderungen durch die neuen Technologien im Arbeitsumfeld an.

Durch den Wegfall von repetitiven Tätigkeiten gewinnen unsere Consultants Zeit zur Betreuung der Kunden. Sie werden nach und nach immer mehr auf die Verständnisebene der Gesamtprozesse und Plattformen bei ihren Kunden wechseln und zu Spezialisten für bestimmte Kundenfragestellungen in Branchen werden usw. Damit der Übergang gelingt, setzen wir schon heute auf die Ausbildung der benötigten Kompetenzen, etwa durch Workshops wie „MapsTell“ oder „Feedback geben und nehmen“ zur Verbesserung von Selbstreflexion und der Schaffung einer positiven Fehlerkultur.

Was können Schulen tun? Wie sollten Lehrpläne angepasst werden, um den Umgang mit neuen Technologien einzubeziehen?

Gerhard: Man kann eigentlich nur allen Lehrpersonen mitgeben, dass sie die neuen Möglichkeiten auf keinen Fall verbieten, sondern mit den Schülern nutzen sollten. Ich erinnere mich noch gut daran, wie seinerzeit an unserer Schule versucht wurde, Taschenrechner zu verbieten. Da wurde nicht lange durchgehalten und so sehe ich das auch für ChatGPT, Stable Diffusion und andere KI-Systeme. Die Schüler sind vielleicht etwas schneller im Einsatz, aber der richtige Umgang mit den neuen Tools will auch gelernt sein. Hier sind Lehrkräfte sehr gefordert und müssen sich auf den Hosenboden setzen, wenn sie nicht überholt werden wollen.

Welche Fähigkeiten sollten bereits heute in Schulen trainiert werden, um Schüler:innen bestmöglich auf die veränderten Bedingungen in der Arbeitswelt vorzubereiten?

Gerhard: Die Fähigkeiten, die ich eben schon angedeutet habe, sind zum einen natürlich der funktionale Umgang mit den Tools. Das ist aber die einfachere Variante, da viele Tools sehr einfach zu bedienen sind. Der viel schwierigere Part ist der inhaltliche Umgang mit den neuen Möglichkeiten.

Denken wir etwa an das riesige Thema “fake news”. Mit den neuen KI-Tools kann fast jede:r Jugendliche Bilder und Texte nach Belieben erzeugen. Auch Bots können das. Das Schwierige ist nun, herauszufinden, wem ich trauen oder vertrauen kann. Welche Nachrichten stimmen? Welche Bilder sind echt? Was ist gefakt? Wir brauchen hier fast schon eine skeptizistische Haltung. Also im besten Sinne des Skeptizismus, der nicht einfach nur alles anzweifelt, sondern systematisch, kritisch hinterfragt. Aber mal ehrlich, wer macht das schon? Die Bilder, die wir auf den sozialen Medien sehen, werden für ungefähr eine Sekunde angesehen. Wer nimmt sich da wirklich die Zeit, zu fragen, ob das echt oder wahr ist. Eine KI kann Millionen von künstlichen Bildern erzeugen und in Umlauf bringen. Das wird nicht nur für Schüler, sondern für uns alle, für unsere Demokratie, für unser gemeinsames Verständnis von Wahrheit wichtig werden. Es gibt nun die ersten Berufe mit so tollen Namen wie Fakten Checker und zum Beispiel bei der ARD oder dem ZDF vorkommen. Hier stellt sich die nächste Frage: Wer bewacht die Wächter?

Ist eine kollegiale Organisation – also ein Unternehmen ohne Führungskräfte – dann besser im Umgang mit dem Einsatz neuer Technologien geeignet als Unternehmen mit klassischen Führungskräften?

Astrid: Unser Organisationsmodell bietet mehr Flexibilität, um neuen Anforderungen gerecht zu werden. Da wir eher in einer projektartigen Organisation arbeiten, können wir sehr schnell neue Teams zusammenstellen, wie z.B. unsere Forschungsgruppe oder eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung einer KI für Stundenbuchungen. Wir haben bei uns den Vorteil, stärkenorientiert interdisziplinäre Teams zu schaffen, wo in anderen Firmen noch über Abteilungshoheiten und persönliche Ziele diskutiert wird.

Vielen Dank für eure Einschätzung.

Zu guter Letzt haben wir direkt bei ChatGPT nachgefragt, wie er/sie/es das sieht

In welchen Bereichen setzen Unternehmen heute bereits KI ein, welche Unternehmen sind besonders weit und welche Entwicklung erwartest du?

Unternehmen setzen Künstliche Intelligenz (KI) bereits in einer Vielzahl von Bereichen ein. Hier sind einige der prominentesten Anwendungsgebiete:

  • Kundenservice: Viele Unternehmen nutzen KI-gesteuerte Chatbots und virtuelle Assistenten, um den Kundenservice zu verbessern. Diese KI-Systeme können häufig gestellte Fragen beantworten, Supportanfragen bearbeiten und Kunden bei Problemlösungen unterstützen.
  • Personalisierte Werbung und Empfehlungen: KI wird verwendet, um personalisierte Werbung und Produktempfehlungen zu erstellen. Durch die Analyse von Kundendaten und Verhaltensmustern können Unternehmen maßgeschneiderte Angebote erstellen und die Kundenbindung stärken.
  • Gesundheitswesen: KI findet Anwendung in der medizinischen Bildgebung, Diagnoseunterstützung und der Analyse großer medizinischer Datensätze. Durch maschinelles Lernen können Krankheiten schneller erkannt und präzisere Behandlungsmethoden entwickelt werden.
  • Logistik und Lieferkette: KI-Systeme werden eingesetzt, um Lieferketten zu optimieren, die Nachfragevorhersage zu verbessern und Routen für den effizienten Warentransport zu planen. Das trägt zur Kostensenkung und Verbesserung der Lieferzeiten bei.
  • Finanzdienstleistungen: KI-basierte Algorithmen werden zur Betrugsprävention, Risikoanalyse, Kreditvergabe und automatisierten Handelsgeschäften eingesetzt. Sie können komplexe Datenmuster erkennen und fundierte Entscheidungen treffen.

 

Einige Unternehmen sind bereits weit fortgeschritten in der Anwendung von KI. Dazu gehören Technologiegiganten wie Google, Microsoft, Amazon und IBM, die KI in ihren Produkten und Dienstleistungen integrieren. Unternehmen wie Tesla setzen KI in selbstfahrenden Autos ein, während Unternehmen wie Netflix und Spotify KI nutzen, um personalisierte Inhalte und Musikempfehlungen anzubieten.

In Bezug auf die zukünftige Entwicklung ist zu erwarten, dass der Einsatz von KI weiter zunehmen wird. Fortschritte im maschinellen Lernen, in der Datenanalyse und der Rechenleistung werden es Unternehmen ermöglichen, noch leistungsfähigere KI-Systeme zu entwickeln. Wir können eine verstärkte Automatisierung in verschiedenen Branchen erwarten, die Effizienzsteigerungen, neue Geschäftsmöglichkeiten und eine verbesserte Kundenerfahrung mit sich bringen wird. Gleichzeitig wird die Diskussion um ethische Aspekte und den verantwortungsvollen Einsatz von KI weiter an Bedeutung gewinnen.


 

In welchen Bereichen setzen Unternehmen heute bereits KI ein, welche Unternehmen sind besonders weit und welche Entwicklung erwartest du?

Der Einsatz von KI eröffnet Unternehmen eine Reihe von Chancen:

  • Effizienzsteigerung: KI kann repetitive Aufgaben automatisieren, was zu einer Effizienzsteigerung und Kosteneinsparungen führt. Unternehmen können Ressourcen freisetzen und sich auf komplexere und wertschöpfendere Aufgaben konzentrieren.
  • Personalisierung: KI ermöglicht eine personalisierte Kundenansprache und maßgeschneiderte Angebote. Unternehmen können Kundenbedürfnisse besser verstehen und individuellere Produkte oder Dienstleistungen anbieten, was zu einer höheren Kundenzufriedenheit und Kundenbindung führen kann.
  • Datenanalyse: Mit KI können Unternehmen große Mengen an Daten analysieren und wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Das ermöglicht fundiertere Entscheidungen, präzisere Vorhersagen und eine verbesserte Geschäftsstrategie.
  • Innovation: KI eröffnet neue Möglichkeiten für Innovationen in verschiedenen Branchen. Durch den Einsatz von KI können Unternehmen neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickeln, die zu Wettbewerbsvorteilen führen können.

 

Trotz der Chancen gibt es auch Risiken im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI:

  • Datenschutz und Sicherheit: Der Einsatz von KI erfordert oft den Zugriff auf große Mengen an Daten. Unternehmen müssen sicherstellen, dass diese Daten angemessen geschützt sind, um Datenschutzverletzungen und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.
  • Ethische Fragen: KI kann potenziell ethische Dilemmata mit sich bringen, zum Beispiel in Bezug auf Privatsphäre, Diskriminierung, Arbeitsplatzverlust und Abhängigkeit von Technologie. Unternehmen müssen sicherstellen, dass der Einsatz von KI ethisch verantwortungsvoll erfolgt und gesellschaftlichen Werten entspricht.
  • Vertrauen und Akzeptanz: Der Einsatz von KI kann zu Bedenken und Misstrauen bei Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit führen. Unternehmen müssen transparent kommunizieren, wie KI eingesetzt wird und wie die damit verbundenen Risiken adressiert werden, um Vertrauen aufzubauen und Akzeptanz zu fördern.
  • Fehleranfälligkeit und Verantwortlichkeit: KI-Systeme sind nicht fehlerfrei und können Fehlentscheidungen treffen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie Mechanismen haben, um solche Fehler zu erkennen, zu korrigieren und Verantwortung zu übernehmen, insbesondere in sicherheitskritischen Bereichen wie autonomen Fahrzeugen oder medizinischen Diagnosen.

Es ist wichtig, dass Unternehmen diese Risiken proaktiv angehen, indem sie klare Richtlinien, ethische Leitlinien und Mechanismen zur Überwachung und Kontrolle des KI-Einsatzes implementieren. Dadurch können die Chancen maximiert und potenzielle negative Auswirkungen minimiert werden.

Der Einsatz von KI schürt bei den Menschen nicht selten Ängste – gibt es bei Arineo Vorbehalte unter den Kolleg:innen in Bezug auf den Einsatz von KI oder ChatGPT?

Als KI-Modell habe ich keinen direkten Einblick in die internen Angelegenheiten von Unternehmen wie Arineo. Ich kann jedoch sagen, dass bei der Einführung von KI-Technologien in Unternehmen oft Bedenken und Vorbehalte auftreten können.

Bezüglich des Einsatzes von KI oder ChatGPT gibt es verschiedene Sichtweisen und mögliche Vorbehalte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben könnten:

  • Arbeitsplatzverlust: Eine häufige Sorge ist, dass der Einsatz von KI zu Arbeitsplatzverlusten führen könnte. Wenn bestimmte Aufgaben automatisiert werden, könnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befürchten, dass ihre Tätigkeiten überflüssig werden. Es ist wichtig, den Mitarbeitern zu vermitteln, dass KI oft als Unterstützung und Ergänzung zur menschlichen Arbeit eingesetzt wird und neue Möglichkeiten für andere Aufgaben und Qualifikationen schaffen kann.
  • Fehleranfälligkeit: KI-Systeme sind nicht perfekt und können Fehler machen. Das kann Bedenken hinsichtlich der Genauigkeit und Verlässlichkeit von KI-Anwendungen aufkommen lassen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten Zweifel haben, ob sie den Entscheidungen von KI-Systemen vertrauen können. Hier ist es wichtig, eine klare Kommunikation über die Stärken und Grenzen von KI zu gewährleisten und Mechanismen zur Überwachung und Kontrolle einzuführen.
  • Datenschutz und Ethik: Der Einsatz von KI erfordert oft den Zugriff auf sensible Daten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der ethischen Verwendung dieser Daten haben. Es ist wichtig, transparente Richtlinien und Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre und zum verantwortungsvollen Umgang mit Daten zu implementieren.

Um mögliche Vorbehalte abzubauen und Akzeptanz für den Einsatz von KI zu fördern, ist es entscheidend, eine offene und transparente Kommunikation zu führen. Schulungen und Weiterbildungen können den Mitarbeitern helfen, die Vorteile und Potenziale von KI besser zu verstehen. Zudem ist es wichtig, die Mitarbeiter in den Implementierungsprozess einzubeziehen und ihre Bedenken und Meinungen ernst zu nehmen, um gemeinsam Lösungen zu finden.