Partnerschaft klischeefrei
17. November 2025
Update: 14. November 2025

Divers, kreativ, menschenorientiert. Warum Arineo auf Klischeefreiheit setzt.

Wie wird ein IT-Dienstleister zukunftsfähig? Indem Lernen für alle möglich ist, Vielfalt selbstverständlich wird und Recruiting ohne Schubladen gedacht wird. Weil Klischeefreiheit für Arineo mehr als ein Schlagwort ist, sind wir der Initiative Klischeefrei beigetreten und blicken inzwischen auf ein Jahr Partnerschaft zurück. Worin die Chancen für ein klischeefreies Handeln liegen, erläutern Sarah Peters, HR-Verantwortliche und Eileen Zimbal, Verantwortliche für Aus- und Weiterbildung im Interview.

Warum ist Klischeefreiheit für Arineo wichtig? 

Sarah Peters, HR-Verantwortliche: Klischeefreiheit ist für uns von zentraler Bedeutung, denn nur darüber können wir unseren eigenen Ansprüchen und einem respektvollen Miteinander gerecht werden. Würden Geschlechterklischees bei uns eine Rolle spielen, könnten wir Kolleg:innen nicht fair, gleich und gerecht, also im Sinne eines unserer Unternehmenswerte, behandeln und beurteilen. Klischeefreiheit ermöglicht uns, Menschen mit ganz unterschiedlichen Talenten und Interessen anzusprechen, für uns zu begeistern und im Unternehmen zu halten.  

Welchen Mehrwert hat eine Partnerschaft mit der Initiative Klischeefrei für Arineo? 

Eileen Zimbal: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass gerade divers aufgestellte Teams sehr gute Ergebnisse erzielen, das gilt für Auszubildende ebenso wie für erfahrene IT-Spezialist:innen. Die Initiative Klischeefrei gibt uns eine starke Bühne, unser Engagement für Vielfalt und Chancengleichheit sichtbar zu machen. Sie sensibilisiert uns darüber hinaus für stereotype Denkmuster und liefert praxisnahe Impulse, wie wir unsere Kultur noch inklusiver weiterentwickeln können, konsequent frei von Klischees.  

Wie gelingt ein Personalmanagement ohne Geschlechterklischees? 

Sarah Peters: Indem wir beispielsweise Chancengleichheit in Bezug auf Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie bzw. individuellen Bedürfnissen herstellen. So können unsere Mitarbeitenden in Absprache ihre Wochenarbeitszeit reduzieren und auch erhöhen. Sie können wählen, ob sie im Homeoffice oder im Büro arbeiten und sind in der Gestaltung ihrer täglichen Arbeitszeiten relativ frei. Natürlich müssen sie dabei auf Projekterfordernisse und Teamabsprachen achten. Das eröffnet jedoch einen großen Spielraum, um beruflichen Erfordernissen und privaten Bedürfnissen gerecht werden zu können. Das schließt bei uns auch Führungsarbeit ein. So arbeiten zum Beispiel auch Kolleginnen und Kollegen der Geschäftsleitung in Teilzeit. 

Ralf Mackowiak

„Klischeefrei bedeutet für mich, dass jede:r die Freiheit hat, den eigenen Weg zu gehen, unabhängig von Erwartungen, die aufgrund von Geschlecht, Herkunft oder sozialem Hintergrund entstehen.“

Ralf Mackowiak, Mitglied der Geschäftsleitung

Welche Bedeutung hat Klischeefreiheit in der IT-Branche? 

Eileen Zimbal: In der IT-Branche ist die Geschwindigkeit, in der sich Software und Tools weiterentwickeln und sich Anforderungen von Kundenunternehmen ändern, enorm hoch. Allein durch KI-Tools ändern sich Arbeitsweisen und Aufgabenbereiche rasant. Nicht zuletzt deshalb haben Ausbildung und lebenslanges Lernen eine sehr große Bedeutung für uns. Klischeefreiheit ist dabei eines unserer zentralen Anliegen. Bildung und Entwicklung sollten für alle Menschen zugänglich sein, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft und frei von Vorurteilen. Gerade in der IT-Branche benötigen wir zur Erbringung hochwertiger Leistungen vielseitige, kreative und wissbegierige Menschen. Dazu haben wir mit gezielten Weiterbildungsangeboten auch individuelle Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen, die nicht nur für IT-Fachkräfte, sondern auch für Quereinsteiger:innen interessant sind. Wir sind überzeugt, dass wir unsere Zukunftsfähigkeit durch klischeefreies Recruiting stärken und darüber auch diejenigen Talente erreichen, für die eine Tätigkeit in der IT-Branche bislang nicht in Betracht kam. 

Welche Ziele hattet ihr euch zum Beitritt zur Initiative gesetzt, welche Maßnahmen konntet ihr umsetzen? 

Eileen Zimbal: Wir wollten bestehende Aktivitäten verbessern, ausbauen und auch Neues ausprobieren. So haben wir in Zusammenarbeit mit dem Verein Robotikfreunde Göttingen e.V. einen Workshop für Grundschulschülerinnen durchgeführt, um ihnen eine erste Programmiererfahrung zu ermöglichen. Wir haben dafür durch den Verein zur Verfügung gestellte Lego Spike Prime Roboter genutzt. Die Schülerinnen haben im Workshop einen Roboter zusammengebaut und diesen mit einfachen

Robotik Wettbewerb an der IGS in Einbeck

Code- „Schnipseln“ zum Tanzen gebracht. Den Mädchen hat das unglaublich viel Spaß gemacht. Unseren Kolleg:innen übrigens auch. Durchgeführt haben den Workshop unsere Auszubildenden Helena Deiters und Nathalie Morenings zusammen mit ihrem Ausbilder Steffen Engelhardt.  

Sarah Peters: Und hier haben wir gleich ein weiteres Ziel umgesetzt. Die Nutzung von Role Models. Nur wenn Mädchen sehen, dass Frauen Spaß an IT haben, und sie feststellen, dass technische Berufe spannend sind und es vielfältige Fähigkeiten braucht, entscheiden sie sich vielleicht auch für einen Werdegang in der IT oder einem anderen MINT-Beruf. 

Darüber hinaus haben wir Angebote geschaffen, die sich an ältere Schüler:innen richten, und wir geben über die Teilnahme am Zukunftstag und die Ermöglichung von Schulpraktika ganzjährig praktische Einblicke in unsere Arbeit. Nathalie ist zudem als IHK-Ausbildungsbotschafterin an Schulen unterwegs, um von ihrer Ausbildung als Fachinformatikerin mit Schwerpunkt Anwendungsentwicklung zu berichten.

Eileen Zimbal: In unserer Recruiting-Arbeit und bei Messeauftritten, in Anzeigen oder auf unserer Website achten wir immer auf einen ausgewogenen Einsatz von Geschlechtern. Wir sind überzeugt, dass wir die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens durch klischeefreies Recruiting stärken und darüber auch diejenigen Talente erreichen, die eine Tätigkeit in der IT-Branche bislang nicht in Betracht zogen. 

Welche Ziele habt ihr für die nächste Zeit im Visier? 

Eileen Zimbal: Wir prüfen, ob oder wie wir bestehende Angebote verbessern und ggf. neue entwickeln können, mit denen wir junge Menschen für die Arbeit in der IT begeistern können. Denn mit Generation Alpha steht bald schon eine neue Generation vor der Berufswahl, die vermutlich technologisch noch versierter ist als Generation Z. Hier braucht es neue Formate, um die Schüler:innen überhaupt zu erreichen. 

Sarah Peters: Gleiches gilt für unsere Fachkräfte in IT und Administration. Hier haben wir beispielsweise über unsere eigene Arineo Akademie vielfältige individuelle Weiterentwicklungsmöglichkeiten geschaffen, die wir angepasst auf neue Anforderungen stetig weiter ausbauen. 

Sarah Peters

Sarah Peters, HR-Verantwortliche

Eileen Zimbal

Eileen Zimbal, HR Management Specialist

Susanne Spellerberg

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