Du hast internationale BWL studiert und arbeitest jetzt als IT-Beraterin bei uns. Das klingt nach einer spannenden Geschichte.
Martina: Ich habe internationale BWL studiert, weil mich Sprachen und wirtschaftliche Zusammenhänge schon immer begeistert haben. Während des Abiturs habe ich eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin absolviert und im Laufe des Studiums einige Zeit in Frankreich verbracht, um die Sprache wirklich sicher zu beherrschen. Danach habe ich in einem Marktforschungsunternehmen mit Teams aus verschiedenen Ländern zusammengearbeitet bzw. diese Teams geführt. Gleichzeitig kenne ich die Arbeitsweise auch in deutschsprachigen Unternehmen sehr gut.
In einem dieser Unternehmen habe ich als Key Userin aus dem Vertrieb ein neu eingeführtes ERP-System getestet. Dabei wurde mir klar, wie oft Fachbereiche und IT aneinander vorbeireden. Bei meinem damaligen Arbeitgeber fehlten definierte Prozesse, Regeln und Zuständigkeiten. Aus einem Umfeld mit klaren Abläufen kommend, habe ich viele Fragen gestellt, Routinen hinterfragt und angefangen, Dinge zu strukturieren und zu dokumentieren.
Schließlich bin ich in die interne IT gewechselt. Als Beraterin war ich dort für die Anforderungsaufnahme und das Erwartungsmanagement zuständig und fühlte mich als Vermittlerin zwischen den Stakeholdern. Parallel habe ich Rollouts begleitet, im 1stLevelSupport gearbeitet und Schulungen durchgeführt.
Nun zu Arineo: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
Martina: Ich betreue wenige, dafür komplexe Projekte und arbeite daher mit vielen sehr unterschiedlichen Menschen aus unseren Kundenunternehmen zusammen. Mein Job besteht zu einem großen Teil aus „Menschenarbeit“ (lacht). Um zu verstehen, was die Kund:innen wirklich brauchen, muss ich deren Herausforderungen und Anforderungen verstehen. Daher höre ich aktiv zu und versuche, auch zwischen den Zeilen zu lesen. Bei Softwareumstellungen begegnen mir häufig Ängste: Da ist beispielsweise die Sorge vor Automatisierung und damit auch vor einer Veränderung der Tätigkeit bis hin zum Jobverlust. Dann braucht es Fingerspitzengefühl, um den richtigen Ansatz für eine funktionierende Zusammenarbeit und die erfolgreiche Umsetzung des Projektes zu finden.
Operativ heißt das: Ich moderierte Workshops, priorisiere das Backlog, übersetze Business Bedarfe in IT-Sprache und umgekehrt, sorge für klare Entscheidungen und Dokumentation. Widerstände gehören zur täglichen Arbeit dazu. Mit der Zeit bzw. durch meine Erfahrung kann ich sie häufig früh erkennen und konstruktiv lösen. Dafür braucht es Flexibilität, Selbstreflexion, Abgrenzung und manchmal auch ein dickes Fell.
Was mir bei Arineo sehr in meiner Rolle als IT-Beraterin hilft, ist, dass ich jederzeit Kolleg:innen aus anderen Bereichen ansprechen kann, sei es aus der Entwicklung oder aus dem Projektmanagement. Der Austausch ist immer unkompliziert, und alle Kolleg:innen sind sehr hilfsbereit.
Woran merkst du, dass deine Arbeit Wirkung hat?
Martina: Wir teilen die Projektarbeit in vierwöchige Arbeitsabschnitte, sogenannte Sprints. Am Ende eines jeden Sprints, werden den Kund:innen in ihrem System neue Features bzw. Entwicklungen bereichsübergreifend präsentiert. Besonders freut mich, wenn aus den zuvor definierten Anforderungen im System ein Mehrwehrt entstanden ist. Außerdem ist es schön zu sehen, wie Anwender:innen im Projektverlauf zunehmend sicherer im Umgang mit dem Programm werden.
Im Nachhinein betrachtet war auch die Zeit direkt nach dem Wechsel aus dem Vertrieb in die interne IT besonders wirkungsvoll. Dort konnte ich Prozesse etablieren, Standards einführen und Learnings dokumentieren. Ergebnis waren effizientere Abläufe, weniger Reibungsverluste und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen und der IT.
Frauen in der IT – welche Chancen siehst du, welchen Hürden begegnest du?
Martina: Aus meiner Sicht ist das Bild der IT, also die allgemeine Vorstellung der Tätigkeiten, eine echte Hürde: Viele verbinden IT ausschließlich mit Technik. Natürlich braucht es technisches und analytisches Verständnis, doch der Job hat sehr viel mit Zusammenarbeit und Kommunikationsfreude zu tun, womit wir wieder bei den Sprachen sind (zwinkert). Schließlich merke ich bei meiner täglichen Arbeit, wie wichtig es ist, die Anforderungen der Kunden für unsere Entwickler:innen zu übersetzen und umgekehrt.
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Stichwort Vereinbarkeit: Welche Angebote von Arineo helfen dir besonders gut, Familie und Beruf zu vereinbaren?
Martina: Für mich ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr wichtig: Nach der Geburt meiner Zwillinge wollte ich schnell wieder arbeiten und so schnell wie möglich auch wieder in Vollzeit. Das war auch der entscheidende Faktor für den Wechsel zu Arineo. Als Mutter von Zwillingen im Grundschulalter sind die hohen remote Anteile und die Möglichkeit, Zeit selbst zu organisieren, der Schlüssel für eine erfolgreiche Tätigkeit als Beraterin: So gelingt es mir, meiner Verantwortung als Beraterin und Mutter gerecht zu werden. Sind die Kinder plötzlich krank oder stehen Schultermine an, kann ich meine Arbeit so strukturieren, dass beides gut zusammenpasst. Das war auch ein Grund für meinen Wechsel zu Arineo: weniger Fahrtzeiten und kein „Pflichtbürotag“. Wenn ich ins Büro fahre, dann bewusst, um Kolleg:innen zu treffen, mich mit ihnen auszutauschen oder an gemeinsamen Themen zu arbeiten.
Welche Skills sind wertvoll für deine Tätigkeit als IT-Beraterin?
Martina: Veränderungsbereitschaft und Neugier sind aus meiner Sicht sehr wichtige Fähigkeiten, um in der IT erfolgreich und mit der eigenen Tätigkeit zufrieden zu sein. Und auch meine Begeisterung für effiziente Prozesse trägt dazu bei. Hinzu kommen Kommunikationsfreude und Durchhaltevermögen für lange Projekte sowie eine gute Portion Hartnäckigkeit. Wichtig sind auch Geduld, Selbstreflexion und Grenzen setzen können. Mal bin ich Seelsorgerin, mal Lehrerin, mal Blitzableiter. Dieser Mix macht meine Arbeit so spannend und abwechslungsreich.