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22. Juni 2023
3 Minuten

Startschuss für die Überführung der Arineo GmbH in Mitarbeitendeneigentum

Elf Mitarbeitende des Göttinger IT-Dienstleisters haben einen Verein für die Mitarbeitenden der Arineo gegründet. Damit legen sie den Grundstein für die Überführung des Unternehmens in das Verantwortungseigentum der Belegschaft. Mit dieser neuen Struktur will das Unternehmen mehr Bewerbende gewinnen, Mitarbeitende halten sowie seine Position und dauerhafte Existenz am IT-Dienstleistungsmarkt sichern.
11 Mitarbeitende gründen den Arineo Mitarbeitendenverein, um das Unternehmen ins Verantwortungseigentum der Belegschaft zu überführen.

[Göttingen, 22.06.2023] „Nach einer von Arineo-internen Investor:innen getragenen Anfangszeit ist es endlich so weit: Wir machen den ersten konkreten Schritt für die Überführung des Unternehmens in die Hand der Mitarbeitenden. Dieses Ziel stand bereits 2018 bei der Gründung der Arineo GmbH fest“, erklärt Wibke Jellinghaus, Vorsitzende des am 16. Juni 2023 gegründeten Vereins. Über diesen wird die Belegschaft das Unternehmen mittelbar kontrollieren. Der Verein wählt die drei externen Mitglieder des Aufsichtsrates, darunter den oder die Vorsitzende:n. Zusätzlich wird die Person, die den 1. Vorstandsvorsitz des Vereins innehat, automatisch Mitglied im Aufsichtsrat. Zwei weitere Aufsichtsratsmitglieder kommen aus der Reihe der Mitarbeitenden und werden von der gesamten Belegschaft gewählt. Mit diesem Konstrukt soll die von Arineo entwickelte Unternehmensform der Employee Owned Company sichergestellt werden. Sie dient dazu, einen Verkauf des Unternehmens zu verhindern. 

„Wir sind der Überzeugung, dass das von uns erarbeitete Unternehmenskonstrukt der Employee Owned Company handfeste Wettbewerbsvorteile bietet“, erläutert Dr. Marko Weinrich, Sprecher der Geschäftsführung der Arineo GmbH und fährt fort: „Unternehmen der IT-Dienstleistungsbranche haben keine Vermögenswerte wie Produktionswerke oder Fertigungshallen. Einzig die Mitarbeitenden, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten stellen das Vermögen des Unternehmens dar. Deshalb müssen wir eine stabile Umgebung bieten, die für Bewerber:innen und Mitarbeitende attraktiv ist – und ihre Arbeitsmotivation erhält. Das erreichen wir über dieses Konstrukt.“ 

Der tatsächliche Umbau des Unternehmens soll 2024 erfolgen. Ab dem kommenden Jahr können alle Mitarbeitenden dem Verein beitreten. „Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele unserer Kolleginnen und Kollegen die Chance nutzen, die Arineo über ihren Berufsalltag hinaus mitzugestalten“, berichtet Jellinghaus. Nach sechs Monaten im Unternehmen können alle Arineo-Mitarbeitenden als aktives und stimmberechtigtes Mitglied in den Verein eintreten; eine Mitgliedschaft ohne Stimmrecht ist für ehemalige Mitarbeitende oder verdiente Unterstützer:innen des Unternehmens möglich. „Wichtig ist mir zu unterstreichen, dass wir mit dem Konzept der Employee Owned Company keine Basisdemokratie im Unternehmen etablieren. Die Arineo GmbH bleibt als Unternehmen wie bisher erhalten. Es geht darum, die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, damit wir hervorragende IT-Dienstleistungen für unsere Kundenunternehmen erbringen. Das ist schließlich unser Unternehmenszweck“, rekapituliert Jellinghaus das Vorhaben des Göttinger Unternehmens. 

11 Mitarbeitende gründen den Arineo Mitarbeitendenverein, um das Unternehmen ins Verantwortungseigentum der Belegschaft zu überführen.

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Das elfköpfige Gründungskomitee (v.l.n.r): Ariane Mühlethaler, Frank Schiefelbein, Wibke Jellinghaus, Matthias Held, Daniel Jocks, Stefan Maliska, Daniel Piekorz, Kathrin Otto, Sarah Peters, Tim Dombrowski, Wolfgang Posch