Gruppenfoto Azubi Wandertag 2025
13. August 2025
Update: 11. August 2025

Azubi-Wandertag oder mit „Walk and Talk“ zu neuen Erkenntnissen

Wie gut kennen wir uns eigentlich, wie ist der Stand meiner Ausbildung und welche Hobbies haben meine Azubi-Kolleg:innen? Diese und weitere Fragen beschäftigten unsere Fachinformatik-Auszubildenden aus Göttingen und Butzbach beim diesjährigen „Wandertag“. Unsere Ausbilder:innen nutzen das sogenannte „Walk and Talk“-Format als Raum zur Selbstreflexion für die Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr und zum weiteren Kennenlernen untereinander. Wir haben Helena Deiters gefragt, welche neuen Erkenntnisse sie gewonnen hat.

Wie können wir uns das „Walk and Talk“ bzw. euren Wandertag vorstellen?

Helena: Der diesjährige Wandertag begann für uns mit einem Meeting zum Ablauf des Tages am Göttinger Standort. Unsere Ausbilder:innen erklärten dabei, dass wir beim Wandern einige Aufgaben bearbeiten und uns dazu im Verlauf untereinander austauschen sollten. Am Ende des Meetings erhielten wir unsere erste Aufgabe und wanderten zusammen mit den Ausbilder:innen los.

"Walk and Talk"

Ein „Walk and Talk“ ist eine Besprechung, die während einer Wanderung im Freien stattfindet. In der Regel werden dabei vorbereitete Aufgaben mit wechselnden Teilnehmer:innen besprochen. Die Bewegung außerhalb der gewohnten Arbeitsumgebung sorgt für eine entspannte Atmosphäre, erleichtert den Austausch und ermöglicht es den Beteiligten, schneller neue Sichtweisen einzunehmen. Last but not least wird auch das Miteinander gestärkt.

Welche Aufgaben habt ihr erhalten?

Helena: Die erste Aufgabe bestand aus einer Selbstreflektion hinsichtlich unserer Ausbildung. Wir sollten uns Gedanken über unsere Stärken machen, also: warum wir für das Team fachlich und persönlich von Bedeutung sind und woran wir noch arbeiten  könnten. Außerdem besprachen wir, welche persönliche Relevanz die Ausbildung für uns hat. Im Anschluss sollten wir uns mit einem Partner oder einer Partnerin zu unseren Gedanken austauschen . Aufgrund der offenen Feedback-Kultur und diverser Schulungen wie zum

Azubi Wandertag Wippe

Beispiel “Feedback geben und nehmen” fiel uns der Austausch darüber leicht. Durch die begrenzte Zeit war die größte Herausforderung eher, die eigenen Gedanken kompakt zu fassen und nicht vom Thema abzuschweifen oder zu ausführlich zu werden.

Nachdem unsere erste Aufgabe abgeschlossen hatten, ging es mit einer neuen Aufgabe zu unseren Kolleg:innen weiter. Um uns besser kennenzulernen, sollten wir uns Dinge erzählen, die unser Gegenüber noch nicht von uns wusste, wie zum Beispiel ein besonderes Hobby oder welche Art von Veranstaltung man am liebsten besucht. Besonders überraschend fanden wir hier die Vorliebe einer Kollegin für das Brettspiel “Dungeons & Dragons” oder die Freizeitaktivität bei einem unserer Ausbilder als DJ.

Bevor wir mit der letzten Aufgabe weitermachten, legten wir einen Zwischenstopp im Pagoda, einem chinesischen Restaurant ein. Hier konnten wir uns bei einem leckeren Essen zwanglos zu alltäglichen Themen austauschen und uns für den Rückweg stärken.

Unsere letzte Aufgabe bestand darin, unseren Kolleg:innen persönliches Feedback zu geben. Dafür bildeten wir Zweiergruppen und haben diese so lange durchgewechselt, bis alle Personen Gelegenheit hatten, sich mit jeder Person aus der Gruppe auszutauschen. Spezifische Fragen wurden uns nicht vorgegeben. Vielmehr sollte die Übung dazu beitragen, uns die gegenseitige Wahrnehmung voneinander zu schildern, die Wirkung auf uns zu beschreiben und dann einen Wunsch für die Zukunft zu formulieren. Das Feedback verlief also nach der 3W-Formel, die wir bereits zu Beginn unserer Ausbildung gelernt haben.

Drei W-Formel

Drei W-Formel oder das 3W-Feedback-Modell: 3W ist steht für die Begriffe:  Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch. Es stellt einen einfachen Ansatz dar, anderen Personen eine Rückmeldung zu ihrem Verhalten zu geben. Das 3W-Modell hilft dabei, die Qualität des Feedbacks zu verbessern, Missverständnisse zu vermeiden und eine Kultur der Offenheit und des gegenseitigen Respekts zu fördern.

Wie ist dein Fazit zum Walk and Talk?

Helena: Das Walk-and-Talk bzw. unser Wandertag war eine sehr gute Gelegenheit, sich möglichst lange und mit ganz konkreten Aufgabenstellungen untereinander auszutauschen. Auch wenn man sich im Arbeitsalltag immer wieder vornimmt, Feedback einzuholen, bleibt es häufig beim guten Vorsatz. Daher war der Wandertag für uns eine große Bereicherung und sehr wertvoll – sowohl zum weiteren Kennenlernen als auch für das persönliche Wachstum.

Helena Deiters

Helena ist am Standort Göttingen Auszubildende im Bereich Fachinformatik mit dem Schwerpunkt Anwendungsentwicklung und im August 2025 ins zweite Lehrjahr gestartet.

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Susanne Spellerberg

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