Menschen verstehen, klar kommunizieren und im Team Lösungen finden
Warum ist Kommunikation in der Ausbildung und im Job so wichtig?
Kian (Auszubildender im Büromanagement): Ohne gute Kommunikation läuft im Job nichts richtig rund. Wenn ich beispielsweise Aufgaben nicht richtig verstehe oder Rückfragen nicht verständlich stelle, mache ich schneller Fehler oder verliere Zeit. Gute Kommunikation ist für mich also der Schlüssel, um meine Arbeitsaufträge korrekt zu bearbeiten.
Allgemein sorgt gute Kommunikation dafür, dass die Zusammenarbeit reibungslos läuft. Denn Teams müssen sich abstimmen, Informationen weitergeben und Probleme gemeinsam lösen. Wenn das nicht funktioniert, entstehen schnell Missverständnisse, Stress oder unnötige Fehler.
Was wurde im Workshop konkret bearbeitet, hast du Beispiele für uns?
Kian: Angefangen haben wir mit den Grundlagen guter Kommunikation. Dafür haben wir uns das Sender- und Empfängermodell und das Eisbergmodell angeschaut. In kleinen Rollenspielen konnten wir das Gelernte direkt anwenden. Anschließend haben wir uns mit aktivem Zuhören, Fragetechniken und wirksamem Feedback beschäftigt. Dabei ging es sowohl darum, Feedback zu geben als auch selbst konstruktiv anzunehmen. Zum Abschluss haben wir die erlernten Methoden noch einmal in praktischen Übungen angewendet und den Workshop gemeinsam reflektiert.
Wieso spielt Kommunikation auch in unseren Fachinformatik-Ausbildungsgängen mit Schwerpunkten Daten- und Prozessanalyse sowie Anwendungsentwicklung eine große Rolle?
Lukas (Auszubildender Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse): Kommunikation ist wichtig, weil wir genau verstehen müssen, was gebraucht wird. Anforderungen sind oft unklar oder werden nicht technisch formuliert, deshalb muss man gut zuhören und gezielt nachfragen. Außerdem müssen wir unsere Lösungen verständlich erklären, damit sie auch ohne Fachwissen nachvollzogen werden können. Auch im Team ist Kommunikation wichtig, um sich abzustimmen, Probleme zu klären und gemeinsam gute Ergebnisse zu erreichen. Ohne gute Kommunikation entstehen schnell Missverständnisse und Fehler.
Tomke (Auszubildender Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung): Ganz genau: In Diskussionen mit anderen Projektmitgliedern tauschen wir unsere Ideen aus und überlegen gemeinsam, wie wir Probleme am besten lösen. Am Anfang war ich da noch etwas zurückhaltend, aber mit der Zeit wird man sicherer und kann sich besser einbringen. Feedbackgespräche gehören auch dazu. Die sind zwar nicht immer leicht, aber sehr wichtig, um sich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Dafür braucht man auf jeden Fall gute kommunikative Fähigkeiten. Und auch in der Schule spielt Kommunikation eine Rolle – egal ob mit Lehrkräften oder Mitschüler:innn. Man merkt einfach, dass man überall besser klarkommt, wenn man offen spricht und gut zuhören kann.
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Was war dein persönliches Highlight im Workshop?
Kian: Mein persönliches Highlight waren die Rollenspiele nach den kurzen Theoriephasen. Dadurch konnten wir das Gelernte direkt in die Praxis umsetzen und besser verstehen, warum gute Kommunikation so wichtig ist.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Spiel, bei dem wir mit den ausgeteilten Karten ein bestimmtes Muster legen sollten. Das war auch die einzige Information, die wir zum Spiel hatten. Insgesamt waren wir sechs Spieler, und jeder hatte fünf Karten, die verdeckt gehalten werden sollten. Ziel war es, über die Kommunikation mit den Mitspielern den Sinn des Spiels herauszufinden. Wir haben uns daher die Muster auf den Karten gegenseitig beschrieben. Letztendlich sollte ein Muster gefunden werden, nach dem die Karten auf dem Tisch angeordnet werden sollten. Spannend wurde es, weil wir nur einen Versuch und lediglich eine Minute Zeit hatte, das richtige Muster zu legen, sobald die erste Karte auf dem Tisch lag. Nach mehrfachem Verschieben der Karten und einer intensiven Diskussion, die deutlich länger als die vorgegebene Zeit dauerte, konnten wir das Rätsel zwar lösen, das Spiel jedoch leider nicht gewinnen.
Welche kommunikativen Fähigkeiten sollten Schüler:innen für einen Fachinformatik-Beruf mitbringen und unterscheiden sich diese zu deiner Ausbildung im Büromanagement?
Kian: Hilfreich ist es, wenn Schüler:innen Spaß daran haben, Sachverhalte verständlich zu erklären und offen auf andere Menschen zuzugehen. Genauso wichtig ist es, gut zuhören zu können, um Aufgaben richtig zu verstehen und bei Unklarheiten nachzufragen. Wer sich klar ausdrücken kann und konstruktiv mit Feedback umgeht, bringt bereits viele wichtige Voraussetzungen für den Berufsalltag mit.
Große Unterschiede zur Ausbildung im Büromanagement gibt es dabei nicht. Auch dort sind gutes Zuhören, verständliche Kommunikation und ein professioneller Umgang mit anderen Menschen wichtig. Bei mir zeigt sich das beispielsweise im Kontakt mit Bewerbenden. Letztlich unterscheiden sich die kommunikativen Anforderungen weniger in den Fähigkeiten selbst als vielmehr in den konkreten Aufgaben und Einsatzbereichen.
Warum ist Kommunikation im Job so wichtig?
Kommunikation ist in der Ausbildung und insbesondere in der IT-Ausbildung weit mehr als ein nettes Extra. Sie hilft dabei, Aufgaben richtig zu verstehen, Missverständnisse zu vermeiden und Lösungen im Team gemeinsam zu entwickeln. Wer klar fragt, gut zuhört und Inhalte verständlich erklärt, arbeitet sicherer und erfolgreicher. Gerade in einem IT-Dienstleistungsunternehmen ist das wichtig, weil technische Themen oft für unterschiedliche Zielgruppen verständlich gemacht werden müssen.
Fazit: Technik und Kommunikation gehören zusammen
Kian: Gute Kommunikation ist keine Zusatzkompetenz, sondern ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Zusammenarbeit. Sie hilft im Team, im Projekt und im Kontakt mit Kund:innen. Und genau deshalb gehört sie in der Ausbildung von Anfang an dazu.
Für Schüler:innen bedeutet das: Wer neugierig ist, Fragen stellt, gern im Team arbeitet und offen kommuniziert, bringt bereits wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufsweg mit.