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Mitarbeitendenstory

Jan

An vermeintlich unlösbaren Problemen wachsen

Ein machbares oder unmögliches Technologievorhaben? Diese Frage stellten sich nicht nur die Erfahrenen, sondern auch Jan, der mit 25 zu den jüngsten IT-Berater:innen bei Arineo zählt. Er legte los und fand es heraus – mit dem Anstoß eines engagierten Projektleiters, dem Rat eines erfahrenen Mentors und seinem Gamer-Spirit. „Diese Chance ist der Grund, warum ich im Job heute der bin, der ich bin“, sagt Jan über die kniffligste Aufgabe seiner bisherigen beruflichen Laufbahn.

„Herausfinden, wie etwas funktioniert, war immer schon mein Ding.“

Eines Tages fällt in seiner Heimatdorf Frauenberg bei Regensburg das Internet aus. Jan beginnt nachzuforschen und findet schnell heraus: Der Fehler liegt am Netz im Haus. Eine Lösung dafür findet er zwar nicht direkt. Doch die Suche danach entfacht die Faszination für eine technische Frage, die ihn ab diesem Zeitpunkt nicht mehr loslassen wird. Er will verstehen, wie Geräte miteinander vernetzt sind und PCs miteinander reden.

Jan fasst Fuß in der Berufswelt der Informationstechnologie

Gäbe es in der IT ein Gesellenstück, wäre es wahrscheinlich die App, mit der er den Arineo-Kolleg:innen in der Corona-Zeit einen Überblick über alle Anwesenheiten verschafft hat. Die Entwicklung hat ihn an Computer-Spiele wie Super Mario erinnert. Nach seiner Ausbildung zum IT-Systemintegrator bei Arineo muss Jan, der eher bedacht und sanftmütig als ein Draufgänger ist, seinen Platz im breiten Feld der Informationstechnologie erst finden.

Jan Mehlin

„Ich hatte mir nicht ausgemalt, wie viele unterschiedliche Bereiche es innerhalb der IT gibt. Die Entscheidung für einen Fachbereich fiel mir nicht leicht und sie fiel ausgerechnet in die Corona-Zeit.“

Im Gepäck eine Mammut-Aufgabe

„Das Erfolgsgefühl am Ende eines Entwicklungsprozesses ist das gleiche wie am Ende eines Levels im Computerspiel.“

Person präsentiert Microsoft Power Apps

Einige seiner Kolleg:innen befinden sich im August 2020 in Kurzarbeit. Eine neue Aufgabe, bei der Jan zeigen kann, was er draufhat, lässt auf sich warten. Das fällt auch seinem Projektleiter Frank im angrenzenden Customer-Engagement-Bereich auf, der sich parallel nach jemandem für ein technologieübergreifendes Vorhaben im Produktkosmos von Microsoft umsieht. „Der Projektleiter hat gesehen, dass ich auf der Suche war, und kam so auf mich zu. Dafür bin ich ihm bis heute unglaublich dankbar.“ Im Gepäck hat der Projektleiter alles, was nach einer Mammut-Aufgabe klingt. Das Ziel: eine Konfigurator-App, die dem Kunden helfen soll, seine komplexen Maschinen aus Eigenproduktion einzurichten. Für diesen war es bis dahin beispielsweise nur schwer möglich, die Lötmaschine so zu konfigurieren, dass diese statt mit einer deutschen mit einer US-amerikanischen Tastatur bedienbar ist. Eine einfachere Lösung muss her. Sonst gab es keine Vorgaben.

Je einfacher die Handhabung für den Kunden, desto herausfordernder die Entwicklung

Die Krux: Niemand weiß, ob das Vorhaben technisch überhaupt realisierbar sei. Von seinem Projektleiter bekommt das aufstrebende Talent Zeit und Vertrauen. Jan darf länger brauchen als Mitarbeitende mit mehr Erfahrung, solange er das Teilprojekt vor Ende der Laufzeit des Gesamtvorhabens fertigstellt.

Von diesem Freiraum fühlt sich Jans kreativer Kopf zunächst beflügelt. Auch seine Arbeitszeit gestaltet er – wie bei Arineo üblich – völlig frei. Per Hand zeichnet er Oberflächen und Bedienfelder, überträgt das Ganze in digitale Mockups. Dabei probiert er all die Wege aus, über die laut Microsoft die App-Entwicklung mittels Power Plattform leicht funktioniere. Einfach ist der Umgang mit der zu diesem Zeitpunkt noch brandneuen Software jedoch keineswegs. Das wird Jan klar, als er keinen einzigen How-To-Blogpost dazu findet, wie mehrerer voneinander getrennte Microsoft-Systeme miteinander kommunizieren können. Google kennt die Antwort nicht. Für drei Monate bedeutet das also: Trial-and-Error.

Als er nach den ersten Monaten immer noch vor ungelösten technischen Tücken steht, weicht Jans anfänglicher Optimismus allmählich einem leichten Gefühl der Resignation. Er zweifelt – aus Respekt vor dem, was er erreichen will. Die Kehrseite der Medaille für das ihm geschenkte Vertrauen ist eine Verantwortung, die er immer stärker spürt. Er holt sich stärker die Unterstützung von seinem Mentor Sebastian ein. Der erfahrene IT-Berater steht ihm geduldig mit vielen Tipps und – vielleicht noch wichtiger – demselben Humor beiseite. Aus Jans To-Do-Liste entwickeln sie gemeinsam einen immer feineren Zeitplan, an dessen Ende eine testfähige Version stehen soll.

Dennoch will seine App partout die Informationen nicht aus dem Microsoft-ERP-System holen. Es gilt, die Systeme dazu zu bringen, miteinander zu reden. Wie damals, als in Jans Elternhaus das Internet ausgefallen war – mit dem Unterschied, dass Jan nun einen Kollegen um sich herum hat, der ihm den entscheidenden Tipp gibt. „Am meisten Spaß hat es ab dem Zeitpunkt gemacht, an dem ich die Informationen in der App gesehen habe.“ Es ist ein Erfolg, den er gemeinsam mit einem Entwickler aus dem Finance-and-Operations-Team feiert. Danach kann es in die Ausgestaltung der App gehen.

„Sehr stolz war ich auf mein Design-Element, das ich damals jedem gezeigt habe“, erzählt Jan mit einem Lächeln auf dem Gesicht. „Was sich Brotkrümelnavigation nennt, weiß ich heute, ist eigentlich viel einfacher umzusetzen. Weil es aber damals keine Vorlage gab, entwickelte ich selbst eine Lösung dafür.“

Im Ergebnis passt das Navigationsmenü dynamisch die Größe der Felder und Schriften an, je nachdem wie viele Kategorien abgebildet werden sollen.

Brotkrümel führen auf den Erfolgsweg

„Das schönste Lob für mich: Wenn der Kunde sich darüber freut, wie intuitiv die App ist.“

Bis zur Vorstellung der ersten testfähigen Version hat Jan dem Kunden nur Screenshots geschickt. Nun ist es an der Zeit, seine fertige Lösung vorzustellen. „Anfangs war ich eher still in den Gesprächen und habe nur etwas gesagt, wenn ich mir hundertprozentig sicher war“, sagt der 25-Jährige. Jan ist daher auch ein bisschen von sich selbst überrascht, als er seine erste testfähige Version nicht nur souverän präsentiert, sondern damit auch den Geschäftsführer auf Kundenseite begeistert. Übersichtlich und aufgeräumt hätte er die App gestaltet.

Jedes Projekt ist anders. Aber eines hat Jan für immer gewonnen: Gelassenheit. Eine große, unmöglich anmutende Aufgabe schreckt ihn nicht mehr ab. Etwas ist nur so lange unlösbar, bis jemand kommt und es umsetzt. Derjenige zu sein, hat sich Jan zur Aufgabe gemacht.

Person sitzt vor Laptop und Bildschirm.

Lust auf Gestaltungsspielraum?