War das für dich das erste Mal, Kinder zu betreuen und wie hast du den Tag erlebt?
Michael (Fachinformatiker mit Schwerpunkt Daten- und Prozessanalyse): Tatsächlich war es nicht mein erstes Mal mit Kindern in dieser Altersgruppe zu arbeiten. Vor meiner Ausbildung habe ich Lehramt studiert und dabei in verschiedenen Praktika viel Zeit mit Schüler:innen verbracht. An manchen Stellen habe ich also auf Vertrautes zurückgreifen können – sei es beim Umgang mit der Gruppe oder beim Erklären komplexer Inhalte. Neu war für mich aber das Setting: ein technisches Thema, ein eigenes Konzept, das wir Azubis selbst entwickelt haben, und Kinder, die freiwillig und neugierig zu uns ins Unternehmen kommen. Genau diese Kombination hat den Tag für mich frisch und spannend gemacht. Ich hatte unglaublich viel Spaß und habe nebenbei auch fachlich einiges mitgenommen – vor allem rund um die didaktische Aufbereitung von Arduino-Inhalten.
Worauf habt ihr bei der Planung des Zukunftstags besonderen Wert gelegt?
Juan (Fachinformatiker mit Schwerpunkt Anwendungsentwicklung): Bei der Planung des Zukunftstages war es uns besonders wichtig, den Kindern eine klare und feste Reihenfolge der Aufgaben vorzugeben. Dadurch konnten wir eine einheitliche Betreuung gewährleisten und Verwirrung oder Frustration vermeiden, insbesondere bei Kindern, die ihre technischen Fähigkeiten möglicherweise überschätzt hätten.
Wie ist der Zukunftstag aus eurer Sicht verlaufen?
Juan: Der Tag verlief wie geplant und ohne größere Probleme. Von der Kennenlernrunde am Morgen bis zum gemeinsamen Abschluss konnten wir uns durchgehend an unseren Zeitplan halten. Alle Teilnehmenden kamen gut mit den bereitgestellten Anleitungen zurecht, und wir als Betreuer konnten die Kinder regelmäßig und gleichmäßig bei Fragen oder Schwierigkeiten unterstützen.
Was hat euch an den teilnehmenden Kindern besonders überrascht oder begeistert?
Michael: Was mich wirklich beeindruckt hat, war die Energie und Neugier, mit der die Kinder bei der Sache waren. Viele sind ohne Berührungsängste an die Arduinos herangegangen, haben ausprobiert, Fehler gemacht, weiter getüftelt – und genau das ist ja eigentlich der Kern von Technik. Besonders überrascht hat mich der Ideenreichtum: Sobald sie die Grundlagen verstanden hatten, kamen Vorschläge, an die ich selbst gar nicht gedacht hätte.
Manche wollten ihre Schaltungen erweitern, andere haben kreative Anwendungsfälle entwickelt oder Funktionen kombiniert. Diese Mischung aus Mut, Spielfreude und technischem Interesse war ansteckend und hat den Tag für uns alle sehr lebendig gemacht.
Warum war das Arduino-Projekt aus deiner Sicht ein guter Einstieg in IT-Themen?
Juan: Das Arbeiten mit den Arduinos eignete sich besonders gut, um Kindern einen praktischen Einblick in die IT zu vermitteln. Durch die direkte Arbeit mit Hardware wie LEDs, Sensoren und Breadboards (Steckplatinen) konnten sie die technischen Zusammenhänge nicht nur sehen, sondern auch selbst erleben. Gerade für Kinder ist es oft einfacher, Abläufe nachzuvollziehen, wenn sie die Komponenten vor sich haben und die Ergebnisse ihrer Arbeit direkt beobachten können. Dadurch wirken die Projekte greifbarer und motivierender als reine Simulationen am Computer.
Was nimmst du persönlich aus dem Zukunftstag mit?
Michael: Mitgenommen habe ich vor allem zwei Dinge: Erstens, wie wichtig und wirkungsvoll es ist, junge Menschen früh und praxisnah an Technik heranzuführen. Zweitens, wie viel man als Azubi-Team gemeinsam auf die Beine stellen kann, wenn man selbst die Verantwortung für Planung und Umsetzung übernimmt. Der Tag hat unseren Zusammenhalt gestärkt, mir neue Einblicke in die Vermittlungsarbeit gegeben und gezeigt, dass auch wir als Auszubildende einen sichtbaren Beitrag dazu leisten können, Nachwuchs für unser Berufsfeld zu begeistern.
Juan: Aus dem Zukunftstag konnten wir vor allem die Erkenntnis mitnehmen, dass unser strukturierter Ansatz mit einer einheitlichen Roadmap und klaren Anleitungen bei den Kindern sehr gut angekommen ist. Die feste Struktur hat ihnen Orientierung gegeben und dazu beigetragen, dass sie die Aufgaben erfolgreich und motiviert bearbeiten konnten.
Warum ist der Zukunftstag eine Win-Win-Situation für euch und für die Kinder?
Kian (Kaufmann für Büromanagement): Der Zukunftstag ist nicht nur wichtig für die Kinder, um einen ersten echten Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen und erste Erfahrungen zu sammeln, sondern auch für uns als Unternehmen: wir können junge Menschen für die IT begeistern und unser Unternehmen vorstellen. Dabei können die Kinder sehen, wie vielfältig die Arbeit in der IT ist und dass hinter technischen Lösungen viele verschiedene Aufgaben, Fähigkeiten und Menschen stehen. Außerdem bekommen sie einen Einblick in unseren Arbeitsalltag, unsere Aufgaben und die Werte unseres Unternehmens. So können wir ihnen zeigen, dass IT nicht nur aus Computern besteht, sondern aus Teamarbeit, Problemlösung, Kreativität und Verantwortung. Gleichzeitig ist es für uns Azubis eine gute Möglichkeit, früh Verantwortung zu übernehmen. Wir lernen dabei, selbstständig Aufgaben zu organisieren, Inhalte verständlich zu erklären und auf die Kinder einzugehen. Dadurch stärken wir nicht nur unsere Kommunikations- und Sozialkompetenzen, sondern entwickeln auch mehr Sicherheit im Auftreten und im Umgang mit anderen Menschen.
Welches Fazit zieht ihr aus dem Tag?
Kian: Der Zukunftstag war für uns ein voller Erfolg. Die Kinder hatten sichtlich Spaß daran, selbst zu programmieren und Neues auszuprobieren. Jedes Kind konnte in seinem eigenen Tempo arbeiten und dabei immer wieder kleine Herausforderungen in der Programmierung lösen, was zu vielen schönen Erfolgserlebnissen geführt hat. Die Kinder waren neugierig und haben viele Fragen gestellt. All das hat uns gezeigt, dass es uns gelungen ist, den Kindern einen spannenden Einblick in das Arbeitsleben einer IT-Firma zu geben.
Wir freuen uns schon auf den Zukunftstag am 22. April 2027.

