Im Zentrum der Transformation von isi stehen drei konkrete Anwendungsfelder, die zeigen, wie künstliche Intelligenz die Arbeit von Marktforscher:innen verändert – und wie daraus neue Mehrwerte für Kunden entstehen. So wird etwa die Erstellung von Fragebögen, bislang eine manuelle und erfahrungsbasierte Aufgabe, künftig durch KI unterstützt.
Die KI greift auf vorhandene Studien zurück, analysiert die Wirksamkeit einzelner Fragen und generiert automatisiert neue Fragebögen, die exakt auf Zielgruppen und Produkttypen zugeschnitten sind. „Diese KI-Vorschläge werden dann von unseren erfahrenen Mitarbeitenden kuratiert und angepasst – ganz im Sinne des KI-Exzellenzansatzes Human-in-the-loop“, erklärt Robert Möslein, Geschäftsführer der isi GmbH.
Ein zweiter Innovationsschritt betrifft die Interpretation der Ergebnisse. Die künstliche Intelligenz erkennt Muster, Trends und Zusammenhänge und formuliert daraus Hypothesen. Zudem unterstützt sie die Projektleiter:innen dabei, die Ergebnisse verständlich zusammenzufassen und strategisch nutzbar zu machen.
Der dritte Anwendungsfall geht noch einen Schritt weiter: In Zukunft werden alle Studiendaten eines Kundenunternehmens intelligent verknüpft und bei Bedarf mit Daten aus der Beobachtung vordefinierter externen Quellen, wie beispielsweise Social Media, angereichert. Damit können Kundenunternehmen nicht nur retrospektiv Metaanalysen durchführen, sondern auch neue Produktideen frühzeitig mithilfe von angereicherten, bestehenden Daten hinterfragen. Die KI erkennt in diesem riesigen Datenpool Muster und Trends und wird so zum strategischen Verbündeten für Produktentwicklung und Marktpositionierung.
In Zukunft könnte isi auch KI zur Analyse von Videoaufnahmen von Sensoriktests nutzen. „Wir sehen KI nicht als Ersatz für unsere Expertise, sondern als Verstärker,” betont Joachim Haag, Geschäftsführer der isi GmbH. „Die KI erkennt zuverlässig Muster in der Mimik oder der Gestik von Testpersonen und kann in kurzer Zeit und ohne Ermüdungserscheinungen große Datenmengen analysieren. Davon profitieren unsere Kundinnen und Kunden unmittelbar.”
Unsere Kundinnen und Kunden profitieren davon, dass wir dank KI noch größere Datenmengen zuverlässig verarbeiten können – und das noch schneller, präziser und vorausschauender. Damit machen wir den Wissensschatz aus 30 Jahren Marktforschung auf Knopfdruck zugänglich.“
Robert Möslein
Geschäftsführung, isi GmbH
Die Basis für die KI-Anwendungen von isi ist die Harmonisierung aller bestehenden Daten in Zusammenarbeit mit unserem KI-Team. Darüber hinaus wird eine generische und skalierbare Plattform mitkundenspezifischen Datenpools, die sogenannten Sensory Learning Lakes, erstellt. Damit schafft isi nicht nur die Grundlage für die drei bisher identifizierten KI-Anwendungsfelder, sondern ist auch optimal für die Umsetzung weiterer Ideen gerüstet.
Über die technischen Aspekte hinaus legen die beiden Partnerunternehmen ein großes Augenmerk auf die organisatorischen und kulturellen Auswirkungen der Transformation. „Rollen verändern sich, Kompetenzen werden neu gedacht, agile Projektarbeit ersetzt klassische Zuständigkeiten – diese Aspekte müssen unbedingt von Anfang an mitgedacht werden, damit die Mitarbeitenden die Neuerungen annehmen und mit ihnen arbeiten,“ ergänzt unser Kollege und Experte für Organisationsentwicklung, Ralf Mackowiak. Aus diesem Grund wird isi seine neuen KI-Modelle iterativ ausrollen. Mit jeder KI-Neuerung werden auch die Auswirkungen auf die Organisation im Detail betrachtet, diskutiert und notwendige Änderungen verankert. So stellt das 1995 gegründete Marktforschungsinstitut sicher, dass künstliche und menschliche Intelligenz sich gewinnbringend ergänzen.
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