Arineo und isi sensory futures Team
2026年7月9日
Update: 2026年7月16日

KI-Kompetenz aus der Region ermöglicht internationale Marktforschung auf neuem Niveau

Das Rosdorfer Marktforschungsinstitut isi sensory futures – kurz: isi – integriert in Zusammenarbeit mit dem Göttinger KI-Spezialisten Arineo GmbH zunehmend künstliche Intelligenz in seine internen Prozesse und sein Leistungsangebot. Ziel ist es, mit technologischen Neuerungen den wachsenden Anforderungen der internationalen Kundschaft noch besser zu begegnen. In den kommenden Monaten setzen die beiden Unternehmen drei Pilotprojekte um, die die Grundlage für diesen Wandel bilden.

[Göttingen, 16.07.2026] Im Zentrum der Transformation von isi stehen drei konkrete Anwendungsfelder, die zeigen, wie künstliche Intelligenz die Arbeit von Marktforscher:innen verändert – und wie daraus neue Mehrwerte für Kundenunternehmen entstehen. So wird etwa die Erstellung von Fragebögen, bislang eine manuelle und erfahrungsbasierte Aufgabe, künftig durch KI unterstützt. Die KI greift auf vorhandene Studien zurück, analysiert die Wirksamkeit einzelner Fragen und generiert automatisiert neue Fragebögen, die exakt auf Zielgruppen und Produkttypen zugeschnitten sind. „Diese KI-Vorschläge werden dann von unseren erfahrenen Mitarbeitenden kuratiert und angepasst – ganz im Sinne des KI-Exzellenzansatzes Human-in-the-loop“, erklärt Robert Möslein, Geschäftsführer der isi GmbH.

Ein zweiter Innovationsschritt betrifft die Interpretation der Ergebnisse. Die künstliche Intelligenz erkennt Muster, Trends und Zusammenhänge und formuliert daraus Hypothesen. Zudem unterstützt sie die Projektleiter:innen dabei, die Ergebnisse verständlich zusammenzufassen und strategisch nutzbar zu machen.

Der dritte Anwendungsfall geht noch einen Schritt weiter: In Zukunft werden alle Studiendaten eines Kundenunternehmens intelligent verknüpft und bei Bedarf mit Daten aus der Beobachtung vordefinierter externer Quellen, wie beispielsweise Social Media, angereichert. Damit können Kundenunternehmen nicht nur retrospektiv Metaanalysen durchführen, sondern auch neue Produktideen frühzeitig mithilfe von angereicherten, bestehenden Daten hinterfragen. Die KI erkennt in diesem riesigen Datenpool Muster und Trends und wird so zum strategischen Verbündeten für Produktentwicklung und Marktpositionierung.

Perspektivisch plant isi zudem die KI-gestützte Analyse von Videoaufnahmen aus Sensoriktests, um nonverbale Reaktionen von Testpersonen zuverlässig und skalierbar auszuwerten. „Wir sehen KI nicht als Ersatz für unsere Expertise, sondern als Verstärker,” betont Joachim Haag, Geschäftsführer der isi GmbH.  „Die KI erkennt zuverlässig Muster in der Mimik oder der Gestik und kann in kurzer Zeit und ohne Ermüdungserscheinungen große Datenmengen analysieren. Davon profitieren unsere Kundinnen und Kunden unmittelbar.”

Die Basis für die KI-Anwendungen von isi ist die Harmonisierung aller bestehenden Daten sowie die Erstellung einer generischen und skalierbaren Plattform mit kundenspezifischen Datenpools, sogenannten Sensory Learning Lakes. Damit schafft isi nicht nur die Grundlage für die drei bisher identifizierten KI-Anwendungsfelder, sondern ist auch für die Umsetzung weiterer Ideen gerüstet. „Als KI-Forschungspartner vom Bundesministerium für Bildung und Forschung haben wir fünf Jahre lang Grundlagenforschung betrieben. Dieses Wissen fließt auch bei der Transformation von isi ein. Wir freuen uns, dass unsere Pionierarbeit nun Anwendung findet und zur Stärkung des Standortes Südniedersachen beiträgt“, erklärt Ralf Mackowiak, Mitglied der Geschäftsleitung von Arineo.

Über die technischen Aspekte hinaus legen isi und Arineo ein großes Augenmerk auf die organisatorischen und kulturellen Auswirkungen der Transformation. „Rollen verändern sich, Kompetenzen werden neu gedacht, agile Projektarbeit ersetzt klassische Zuständigkeiten – diese Aspekte müssen unbedingt von Anfang an mitgedacht werden, damit die Mitarbeitenden die Neuerungen annehmen und mit ihnen arbeiten,“ ergänzt Mackowiak. Aus diesem Grund wird isi seine neuen KI-Modelle iterativ ausrollen. Mit jeder KI-Neuerung werden auch die Auswirkungen auf die Organisation im Detail betrachtet, diskutiert und notwendige Änderungen verankert. So stellen das im Jahr 1995 gegründete Marktforschungsinstitut und sein Digitalisierungspartner sicher, dass künstliche und menschliche Intelligenz sich gewinnbringend ergänzen.

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Pressebild

isi und Arineo entwickeln Marktforschung mit KI weiter

V. l. n. r.: Christian Lutsch, Frank Ohrenschall, Julius Stropel, Harald Tingelhoff, Robert Möslein, Michael Zielinski, Eduard Kunz, Joachim Haag, Ralf Mackowiak, Stephan Guthahn

Ariane Mühlethaler

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