Von der Theorie in die Praxis

Malte Hellmeier ist Studierender des Masterstudiengangs Wirtschaftsinformatik an der Georg-August-Universität Göttingen. In den letzten fünf Monaten hat er ein Praktikum bei Arineo gemacht. Malte erzählt uns, wie seine Erfahrungen bei dem IT- Dienstleistungsunternehmen waren.

 

Malte, Arineo ist gerade mal ein Jahr alt. Wie bist du auf das Unternehmen aufmerksam geworden?

Durch mein aktuelles Studium schaue ich immer mal wieder nach aktuellen Stellenausschreibungen, möglichen Praktika und Masterarbeitsthemen im IT-Umfeld. Auch unter Kommilitonen sind Unternehmen immer mal wieder ein Gesprächsthema. Durch die Nähe des Arineo Hauptstandorts zur Uni in Göttingen ist mir die Firma also nicht unbekannt, sondern immer mal wieder über den Weg gelaufen.

 

Warum hast du dich dann letztlich für Arineo entschieden?

Aufgrund meiner Wohn- und Studiensituation war ich auf der Suche nach einem Praktikum im Raum Göttingen. Mir war wichtig, ein größeres IT-Unternehmen zu finden, von dem ich viel lernen, aber auch mein eigenes Wissen einbringen konnte. Ich hatte die Auswahl zwischen einer Handvoll Firmen. Die Wahl fiel auf Arineo aufgrund des durchweg positiven Vorstellungsgespräches. Die lockere Atmosphäre und die aufgezeigten Möglichkeiten, was mich im Praktikum erwarten wird, passten genau zu meinen Vorstellungen. Die Tatsache, dass das Unternehmen bei Start meines Praktikums noch so jung war, die vielen guten Bewertungen der Mitarbeitenden in unterschiedlichen Onlineportalen und das Konzept der Employee-Owned Company waren zusätzlich super spannend.

 

Vielleicht kannst du uns ein paar Einblicke geben. Was hast du während deines Praktikums gemacht?

Durch vorherige Absprache konnte ich den Ablauf meines Praktikums selbst mitbestimmen. Mein Wunsch war es, das Unternehmen und die verschiedenen Bereiche genauer kennenzulernen. So haben wir die Zeit in zwei Teile geteilt: Im ersten Teil habe ich mit dem ERP-System Microsoft Dynamics 365 Finance & Operations gearbeitet. Hier habe ich Zeit im Entwicklungsbereich verbracht und konnte die Programmiersprache X++ lernen und direkt Anpassungen und Eigenentwicklungen vornehmen. Im zweiten Teil war ich im Bereich Customer Experience Solutions tätig. Hier wurde ich mit dem Hybris-System aus der SAP Cloud for Customer vertraut gemacht, konnte selbst entwickeln aber auch den eher beratungsstarken Bereich kennenlernen. Außerdem wurde ich aufgrund meiner Kenntnisse für die Firmenwebseite eingesetzt. Hier konnte ich selbst die Zügel in die Hand nehmen und die Webseite weiterentwickeln und mitgestalten.

 

Nun zum Faktor Mensch: Wie war die Betreuung?

Die Betreuung war durchweg positiv! Durch die beschriebene neue Unternehmensform lag die Führung in der Hand der Mitarbeitenden – es gab und gibt also keine klassischen Führungskräfte. Hierdurch hatte ich auch keine typischen Praktikumsbetreuende, sondern konnte alle meine Fragen und Probleme an die Mitarbeitenden richten, die gerade verfügbar und in dem Bereich tätig waren. Das führte dazu, dass ich nicht als typischer Praktikant angesehen, sondern wie alle anderen überall gleichbedeutend mit einbezogen wurde.

 

Wie war das Praktikum für dich? Hat es dir Spaß gemacht?

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht und alle meine Wünsche und Vorstellungen wurden erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen.

 

Retrospektiv betrachtet: Was nimmst du aus dem Praktikum mit?

Zum einen Teil das Wissen im Bereich Microsoft Dynamics und SAP Hybris, das ich durch die Einarbeitungen bekommen habe. Aber auch viele Dinge aus dem Unternehmensalltag. So habe ich durch die Zeit vor Ort viel gelernt im Bereich Unternehmensorganisation, Führung durch Mitarbeitende, Kommunikationsmöglichkeiten, Agile Methodiken und vieles mehr.

 

Wo siehst du Verbesserungspotenzial?

Durch die fortlaufenden Meetings zur Weiterbildung konnte ich mein Feedback immer direkt einbringen. Im Nachhinein bin ich mir selbst aber unschlüssig, ob der Bereichswechsel der beste Weg war. Hierdurch habe ich zwar zwei sehr unterschiedliche Systeme kennengelernt, ohne den Wechsel hätte ich aber noch tiefer in ein System schauen können.

 

Gibt es ein Highlight? Was war besonders für dich?

Fasziniert hat mich die Arbeitsatmosphäre. Die freien Arbeitszeiten, die nicht an Uhrzeiten oder Standorte gebunden waren, sind wirklich praktisch. Vor allem aber das Klima und der Respekt untereinander waren beeindruckend. Die Möglichkeiten, mich einzubringen, und der gleichberechtigte Umgang trotz Praktikantenstatus waren mir so aus meinen bisherigen Arbeitserfahrungen nicht bekannt.

 

Butter bei die Fische: Könntest du dir vorstellen bei Arineo zu arbeiten?

Arineo ist definitiv ein wünschenswerter Arbeitgeber, den ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Ich bin aber selbst noch nicht sicher, in welche berufliche Richtung ich nach meinem Abschluss konkret gehen will und ob ich hier in der Region bleiben werde. Aber Arineo hat ja mehrere Standorte weltweit.

 

Vielen Dank für das Gespräch!