Die Menschen hinter der Künstlichen Intelligenz

Wie ticken Menschen, die sich mit künstlicher Intelligenz (KI) befassen? Dieser Frage sind wir einmal nachgegangen und haben unsere Kollegen Jonas Harbering und Gerhard Heinzerling, beide Data Scientist bei Arineo, gefragt, was sie dazu bewogen hat, sich mit künstlicher Intelligenz zu beschäftigen und wie ihre Arbeit bei Arineo und unseren Kunden aussieht.

Hallo ihr beiden, könnt ihr euch kurz vorstellen?

Jonas: Mein Name ist Jonas Harbering, ich habe mal Mathematik studiert in Göttingen und arbeite nun seit einigen Jahren bei der Arineo.
Gerhard: Mein Name ist Gerhard Heinzerling, ich habe auch in Göttingen studiert und spiele gerne Go und gehe gerne Wandern.

Warum wird man Data Scientist?

Jonas: In einem großen Pool an Daten die kleinen Abhängigkeiten und Korrelationen der tatsächlichen Welt wiederzufinden, begeistert mich.
Gerhard: Ich vermute hinter der KI ein Geheimnis und versuche es zu lüften.

Welchen Background habt ihr?

Jonas: Ich war schon immer begeistert von den Welten der Mathematik, die rein in den Köpfen derer stecken, die sich damit auseinandersetzen. Und wie man sich darin verstehen und verlieren kann. Völlig ohne Bezug zur Außenwelt. Schlussendlich war aber doch der mathematische Teil mit stärkerem Bezug zur Außenwelt interessanter für mich.
Gerhard: Ich habe unter Anderem Sprachwissenschaften studiert und habe mich sehr lange gefragt wie und wo Wörter gespeichert sind und habe leider immer noch keine zufriedenstellende Antwort gefunden.

Und warum arbeitet ihr für Arineo?

Gerhard: Arineo bietet mir eine fantastische Möglichkeit mich intensiv mit KI auseinanderzusetzen. Die Sinnhaftigkeit der Lösungen wird von den Kunden der Arineo bemessen.
Jonas: Gleichzeitig im Bereich der KI forschen und entwickeln zu können und darüber hinaus im Tagesgeschäft eine Rolle zu übernehmen bietet mir die Arineo. Außerdem bekommen die kritischen Themen der KI, wie z.B. Datenschutz und Automatisierung in einer Firma mit EOC und kollegialer Organisation ein gutes Fundament.

Und ihr macht wirklich neuronale Netze bei Kunden?

Gerhard: Ja! Wir wenden nicht nur Standardlösungen an, sondern entwickeln tatsächlich eigene neuronale Netze.
Jonas: Und die wenden wir dann in der Verarbeitung von unstrukturierten textuellen Daten oder bei der Bilderkennung an.

Ist das reproduzierbar?

Gerhard: Auf jeden Fall, sehr einfach sogar.

Welchen Mehrwert versprecht ihr euch?

Jonas: Es soll darum gehen, sich ähnlich wiederholende Arbeiten und Prozesse teilweise zu automatisieren.
Gerhard: Außerdem gibt es Aufgaben, wie z.B. in der Bilderkennung, die so aufwändig sind, dass sie sinnvollerweise nur von einer KI übernommen werden könnten.

Muss man als Kunde vorbereitet sein? Wie?

Gerhard: Am besten ja. Und zwar indem man sich im Idealfall Gedanken um die möglichen Aufgaben gemacht hat und dazugehörige Daten bereitstellen kann.
Jonas: Im Zweifelsfall könnten wir aber auch erstmal Gespräche führen, wo es genau darum geht, die Aufgaben herauszuarbeiten und Vorschläge für die Aufnahme von sinnvollen Daten zu machen.

Andere Aspekte? Was denkt die IT-Abteilung bei den Kunden?

Jonas: Tatsächlich ist es so, dass wir natürlich besondere IT-Infrastruktur Komponenten benötigen. Aber die Integration ist jeweils im Einzelfall zu besprechen und selten ein Problem.
Gerhard: Gerade im Bildbearbeitungsbereich sind wir häufig gar nicht mit der eigentlichen IT im Gespräch, sondern viel mehr mit den Fachbereichen.

 Wie geht ihr in Projekten vor?

Gerhard: In unseren Projekten starten wir häufig klein und agil mit einem Proof of Concept.  
Jonas: Das hat den Vorteil, dass alle Beteiligten Machbarkeit und Erfolgsaussichten schnell beurteilen können. Eine vollständige Umsetzung erfolgt dann danach.

Habt ihr eine spannende Success Story zu berichten?

Gerhard: Eine der schönsten Erfolge war, dass unser Kunde uns berichtet, dass sich bestimmte Blattkrankheiten nur durch Laboranalysen auseinanderhalten lassen. Das ist teuer und aufwändig. Mit unserer Bilderkennung können wir bestimmte Blattkrankheiten mit einfachen Fotos auseinanderhalten.
Jonas: Außerdem wissen wir nun, dass man deutlich weniger Bauchnabelflusen hat, wenn man eine Front-Loader-Waschmaschine benutzt.

Wo seht ihr die KI in der Zukunft?

Gerhard: KI als Technologie ist bereits heute an vielen Stellen im Einsatz, ohne dass man es merkt. Trotzdem: Eine KI lässt sich mit einem Telefon vergleichen und ob man Liebesgeflüster oder Drohungen darüber sendet, macht für das Telefon keinen Unterschied. Mit diesem mächtigen Werkzeug muss man sich sehr klar überlegen, was man machen möchte und was nicht.
Jonas: Und das wird noch unterstützt, wenn man bedenkt, dass die KI nur mit geeigneten Daten besser wird. D.h. auch bei der Zusammenstellung und Nutzung der Daten ist Vorsicht geboten. Wenn man dies aber beherzigt, und geschickt die unternehmensrelevanten Daten zusammenstellt, lassen sich daraus in Zukunft große Mehrwerte ableiten.


Vielen Dank für das Gespräch!

Wenn Sie mehr über unsere KI-Projekte oder wie wir Ihr Unternehmensprozesse mit KI unterstützen können, melden Sie sich einfach! Vielleicht verrät Jonas Ihnen dann auch, was es mit dem Bauchnabelflusen auf sich hat. 

Dr. Gerhard Heinzerling, Senior Data Scientist
Dr. Gerhard Heinzerling, Senior Data Scientist
Dr. Jonas Harbering, Senior Data Scientist
Dr. Jonas Harbering, Senior Data Scientist