Arineo ist Forschungspartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Das Göttinger IT-Dienstleistungsunternehmen Arineo hat zwei Forschungsprojekte zur Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) aufgesetzt. Nun hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung entschieden, diese Projekte zu fördern. In den kommenden vier Jahren wollen die Experten von Arineo Methoden entwickeln, die es den späteren Anwendern ermöglichen, ihre jeweiligen Arbeitsprozesse erheblich zu erleichtern und die Fehlerquote einzuschränken.

[Göttingen, 13. April 2021] Der Begriff „Artifical Intelligence“ ist fester Bestandteil im Namen Arineo – zusammengesetzt aus den Wörtern „Artifical Intelligence“ und „Employee-owned“. Mit zwei Forschungsprojekten, die Arineo vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bewilligt bekommen hat, macht das IT-Dienstleistungsunternehmen nun seinem Namen alle Ehre: In den kommenden vier Jahren wird Arineo erforschen, wie durch den Einsatz künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernens „schlaue“ Algorithmen entwickelt werden können, mit denen Unternehmen unterschiedliche Aspekte ihrer Arbeit einfacher, effizienter und fehlerfreier gestalten können. Das Forschungsvolumen für beide Projekte beträgt 2,1 Millionen Euro, das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt diese Arbeit mit 0,5 Millionen Euro.  

Ziel des ersten Forschungsprojektes ist es mithilfe künstlicher Intelligenz einen Wissensdatenpool aufzubauen, der es ermöglicht, unternehmensinterne und -externe Fragestellungen zu beliebigen Unternehmensprozessen zu beantworten. Ein Beispiel dafür ist die Risikobetrachtung von Neukunden in Akquise-Situationen: Auf Basis verschiedener Datenquellen kann die Einschätzung des Risikos aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden. Ein intelligenter Algorithmus kann dabei mithilfe unterschiedlicher Gewichtungen und Relevanzsetzung schnell validierte Ergebnisse liefern. Auf dieser Basis wiederum kann ein Unternehmen entscheiden, ob die Akquise sinnvoll und erfolgsversprechend ist.

Das zweite Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit künstlichen neuronalen Netzen. Mit der Entwicklung neuer Verfahren zur Bildverarbeitung sollen Unternehmen dabei unterstützt werden, bestimmte Prozessschritte in der Produktion mithilfe von Bild- oder Videoerkennung zu optimieren. Durch den Einsatz eines lernenden Systems können beispielsweise Krankheiten auf Blättern von verschiedenen Obst- und Gemüsesorten bestimmt werden und entsprechende Behandlungsmethoden zur Krankheitsbekämpfung vorgeschlagen werden. Ein solches System kann also dazu beitragen, die landwirtschaftliche Produktivität zu verbessern und ist somit für die globale Nahrungsmittelerzeugung, für die immer weniger Fläche zur Verfügung steht, von Bedeutung.  

„Die Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ist für uns eine große Chance“, freut sich Dr. Marko Weinrich, Geschäftsführer der Arineo GmbH. „Auf dem Markt gibt es bisher keine vergleichbaren Lösungen. Arineo leistet damit Pionierarbeit. Das eröffnet uns neue Potenziale auf dem Markt, mit dem wir nicht nur neue Kunden gewinnen können, sondern auch Göttingens Ruf als Forschungs- und Wissenschaftsstandort unterstreichen.“

„Wir beschäftigen uns schon länger mit der Nutzung künstlicher Intelligenz für und in Unternehmen“, erläutert Dr. Gerhard Heinzerling, Senior Data Scientist bei der Arineo GmbH. Dass wir diesem Thema nun in Forschungsprojekten intensivieren und dabei vom Bund gefördert werden, zeigt die Relevanz nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft. Der Einsatz von lernenden Systemen wird uns unsere Arbeit in Zukunft erleichtern und weniger fehleranfällig machen.“

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Auf dem Foto ist das Blatt einer Zuckerrübenpflanze abgebildet. Die Künstliche Intelligenz erkennt Art und Grad der Pflanzenerkrankung, so dass der Landwirt effektiv entscheiden kann, ob und womit die Pflanze behandelt werden kann.
Dr. Gerhard Heinzerling, Senior Data Scientist bei der Arineo GmbH
Dr. Gerhard Heinzerling, Senior Data Scientist
Dr. Marko Weinrich, Geschäftsführer der Arineo GmbH
Dr. Marko Weinrich, Geschäftsführer